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Trainerfortbildung in Chemnitz

Am 15.09. und 16.09.2018 fand in Chemnitz die jährliche Fortbildung für die Trainer C statt. Sowohl von den Räumlichkeiten, als auch kulinarisch konnte der gastgebende Verein, der CPSC überzeugen. Für die 21 Teilnehmer sollte ein abwechslungsreiches und intensives Programm mit hochqualifizierten Referenten, z.B. Olaf Schmidt und Norbert Fahrig, bevorstehen.
Am Samstag 9 Uhr ging es los. Nach der Begrüßung durch den Lehr- und Prüfungsreferenten des JVS Norbert Fahrig, wurde den Teilnehmern ein kurzer Überblick in das Thema Datenschutzerklärung, sowie das neue Lizenzmanagementsystem für Trainer vom DOSB gegeben.
Danach ging es auf die Matte. Kevin Müller vom Judoclub Leipzig, Deutscher U21 Meister 2017, zeigte moderne Wettkampftechniken im Stand und am Boden, darunter die Reverse Seoi Nage, den O-Soto-Gari und die Parallelwürge. Weiterhin gab er einen Einblick in entsprechende judotechnische Trainingsmittel und Übungen. Trotz seiner erst 19 Jahre zeigte Kevin hohe fachliche und methodische Kompetenz. Nach diesen ersten Praxiseinheiten gab es Mittagessen und ein Päuschen. Alle Teilnehmer konnten sich so für die bevorstehenden Einheiten stärken.
Danach übernahm Norbert Fahrig und widmete sich dem Thema Ukemi Waza. In diesem Zusammenhang wurden die Funktionen, Formen und trainingsmethodische Aspekte der Ukemi-Waza wiederholt und angewandt. Anschließend folgte ein Exkurs in die Grundkampfkonzeption des DJB (GKKZ).  Hier gab Norbert sowohl wichtige Hinweise zu den methodisch-inhaltlichen Schwerpunkten der GKKZ (Platzwechsel, Gleichgewichtsbruch, Gefühl für den Körperschwerpunkt), als auch zu den Techniken in den jeweiligen Wurfrichtungen. Abschließend wurden die Tachi-Waza des 4. Kyu behandelt. Bei allen Teilnehmern lag dieser Kyu-Grad wohl schon eine Weile zurück, doch bedingt durch eigene Trainertätigkeit oder in Vorbereitung/Prüfung zum Dan-Grad konnten die Würfe gut gemeistert werden.
Nach diesen intensiven und lehrreichen Einheiten wusste der abschließende Referent Uwe Riedel, Ausbildungsobmann SB Leipzig, die Teilnehmer trotz leichter Ermüdungserscheinungen zu mobilisieren. Es galt über den sächsischen „Judo“ – Mattenrand zu schauen und sich mit Begriffen wie Freeletics, Tabatar oder Show-Judo auseinanderzusetzen. Weiterhin wurden Inhalte der DJB Sommerschule mit dem Schwerpunkt: „Angriffsmöglichkeiten, wenn Uke am Boden, Tori im Stand behandelt“. Gegen 18 Uhr wurde der erste Tag gemeinsam beendet.
Am Sonntag trafen sich alle Teilnehmer wieder 9 Uhr in der Judohalle. Dirk Hilbig, Ausbildungsobmann SB Chemnitz, begann den Tag mit verschiedenen Methoden zur Vermittlung von Techniken im Kinderbereich. Hierzu zählten vor allem Techniken aus dem Kniestand. Gleichzeitig gab es nützliche Hinweise, worauf bei der Technikausführung von Kindern geachtet werden sollte (Zugbewegung, beidseitig werfen, stetige Wiederholungen). Letzter Referent in diesem Lehrgang war Olaf Schmidt (Sportlehrer am Sportgymnasium Leipzig,  Mitglied des Trainerteams des DJB).
Olaf aktivierte die Teilnehmer mit verschiedenen Rauf- und Kampfspielen. Anschließend standen verschiedene Angriffsvarianten der Sankaku-Waza im Mittelpunkt. Den Schluss bildeten Uchi-Komi für Morote Seoi Nage vor dem Hintergrund, dass Kinder bzw. Jugendliche vor allem Techniken aus dem Ärmel-Revers-Griff lernen und trainieren sollten (Siehe auch GKKZ).
Die Feedbackrunde am Ende bestätigte die hohe Qualität des Lehrgangs und alle Teilnehmer konnten anschließend geschafft aber zufrieden die Heimreise antreten. Die Teilnehmer der Trainerfortbildung bedanken sich bei allen Referenten für ihre Expertise und dem gastgebenden Verein, dem CPSC, für sein hohes organisatorisches Engagement.
Autor: Martin Unger, Chemnitzer PSV
 

 
Source: JVS